DEUTSCH-POLNISCHE GESELLSCHAFT SACHSEN - GESELLSCHAFT FÜR SÄCHSISCH-POLNISCHE ZUSAMMENARBEIT E. V. NIEMECKO-POLSKIE TOWARZYSTWO SAKSONII - TOWARZYSTWO WSPÓŁPRACY SAKSOŃSKO–POLSKIEJ T. Z. - Träger des Deutsch-Polnischen Preises 2001 -
DEUTSCH-POLNISCHE GESELLSCHAFT SACHSEN -GESELLSCHAFT FÜR SÄCHSISCH-POLNISCHE ZUSAMMENARBEIT E. V. NIEMECKO-POLSKIE TOWARZYSTWO SAKSONII - TOWARZYSTWO WSPÓŁPRACY SAKSOŃSKO–POLSKIEJ T. Z. - Träger des Deutsch-Polnischen Preises 2001 -

Vereins"tagebuch" ab 01.07.2013

25 Jahre Deutsch-Polnische Gesellschaft Sachsen - Festveranstaltung in Görlitz

 

Die Verbesserung der Beziehungen zwischen Sachsen und Polen ist ein ständiges Anliegen der Deutsch-Polnische Gesellschaft Sachsen e. V. Gemeinsam mit Vertretern der Europastadt Görlitz/Zgorzelec haben Mitglieder und Gäste das Jubiläum 25 Jahre Deutsch-Polnische Gesellschaft Sachsen e.V. am Freitag, 30. Juni 2017, gefeiert.

 

„In der deutsch-polnischen Doppelstadt Görlitz/Zgorzelec sehe ich jeden Tag mit eigenen Augen, wie gut die Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern inzwischen funktioniert. Die heranwachsende Generation für das Thema Sachsen-Polen zu begeistern und zu unterstützen, erscheint mir besonders wichtig. Solche Zusammenarbeit zwischen Deutschen und Polen in den unterschiedlichsten Gesellschaftsbereichen praktiziert auch wesentlich die Deutsch-Polnische Gesellschaft Sachsen“, so Michael Zimmermann, Vizepräsident der DPG Sachsen, in seiner Begrüßung.

 

In die Reihe der Gratulanten hatten sich eingereiht: Landrat Bernd Lange (Landkreis Görkitz), Oberbürgermeister Siegfried Deinege (Stadt Görlitz), Bürgermeister Rafal Gronicz aus Zgorzelec, Bischof Wolfgang Ipolt, Generalsuperintendent Siegried Herche, der Rektor der Hochschule Zittau-Görlitz, Prof. Albrecht, die Landtagsabgeordneten Octavian Ursu (CDU) und Franziska Schubert (Bündnis90/Die Grünen), die Stadträte Thorsten Ahrends (Linke) und Cornelia Effenberger (CDU) sowie zahlreiche Vertreter Görlitzer Vereine und Initiativen, die sich für eine deutsch-polnische Verständigung einsetzen.

Die DPG verfolgt das Ziel, die Verständigung zwischen den Völkern der Republik Polen und des Freistaates Sachsen zu fördern. Dies erfolgt durch vielfältige Aktivitäten wie die Aufarbeitung der gemeinsamen Geschichte, die Förderung des Jugendaustausches und die Betreuung von polnischen Jugendgruppen während ihrer Aufenthalte in Sachsen sowie durch die Präsentation der polnischen Kultur auf Veranstaltungen.

 

In Görlitz und Zgorzelec unterstützt die DPG durch die Mitglieder Vorort vielfältige Initiativen und fördert auf ganz eigene Weise den Zusammenhalt und die Zusammenarbeit:

 

- Tandem GörlitZgorzelec: seit 2008 existiert diese deutsch-polnische Sprachbegegnung, die zweimal im Monat jeweils auf der polnischen und der deutschen Seite der Neiße stattfindet. Das Ziel ist es, durch das Anwenden der jeweiligen Sprache des Nachbarn die Sprachkenntnisse zu verbessern. Die Teilnehmer unterhalten sich dabei in der Sprache des Nachbarn. Vorrangig aber geht es dabei um das gegenseitige Kennenlernen zwischen Einwohnern aus Görlitz und Zgorzelec bzw. den umliegenden Gemeinden. Die Sprachbegegnungen widmen sich unterschiedlichsten Themen aus dem Alltag. Damit die Treffen aber auch erlebnisreich sind, finden auch regelmäßig Veranstaltungen wie gemeinsame Kochabende, Exkursionen im Dreiländereck oder Lagerfeuer bzw. ein Picknick statt.

- Unterstützung der Armija Krajowa: seit den 90er Jahren organisiert die Görlitzer Zahnärztin Silke Naumann Hilfsaktionen für die Veteranen der polnischen Heimatarmee, die im 2. Weltkrieg gegen die Nazis Widerstand leisteten. Viele von den Veteranen wurden jedoch in sozialistischen Zeiten inhaftiert oder hatten keine Rentenansprüche erhalten und sind dadurch bis heute zum Teil stark benachteiligt. Frau Naumann sammelte bei Freunden und Patienten Gelder, die für die medizinische Hilfe dieser Veteranen eingesetzt werden und somit eine große Hilfe darstellen.

- Darüber hinaus konnte mit Hilfe der DPG Sachsen die Postmeilensäule am Postplatz in Zgorzelec wiedererrichtet werden, die die Distanzen auf dem ehemaligen sächsisch-polnischen Postweg anzeigt. Die alte Säule stand ungefähr an der gleichen Stelle.

  

Gäste aus Oborniki zu Besuch in Dresden

Wie schon im vergangenen Jahr war unser Freund Adam Malinski am 03.12.2016 mit fast 50 Polinnen und Polen aus Oborniki, Kowanówka und Umgebung bei uns zu Besuch, um den Striezelmarkt und das adventliche Dresden kennenzulernen. Die Teilnehmer unserer 2015er Exkursion kennen Adam, das war der mit dem großen Kuchen!

 

Die Gäste aus Wielkopolska wurde von den beiden Wolfgangs (Howald und Nicht) am Münchner Platz empfangen. In der Ausstellung „Verurteilt. Inhaftiert. Hingerichtet“ interessierte besonders das Schicksal der Naziopfer und Widerständler aus Wielkopolska, darunter Mitglieder der Kujawischen Literarisch-Patriotischen Gesellschaft, der Schwarzen Legion und der Fünf von der Wronskastraße. Nach einer reichlichen Stunde ging es dann weiter zum Striezelmarkt.

 

In einem anschließenden ausführlichen Bricht hat Adam den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nochmals die Sehenswürdigkeiten und die historischen polnisch-sächsischen Beziehungen beschrieben. Der mitreisende Journalist Czeslaw Kiwertz (Gazeta Powiatowa) interessierte sich sehr für unsere Arbeit; wir bleiben mit ihm in Kontakt.

Besuch in Gostyn

Kunsthistoriker Marcin Goch vom Ministerium für Kultur und Nationales Erbe der Rep. Polen in Dresden zu Gast

In diesem Sommer ist der Kunsthistoriker Herr Marcin Goch vom Ministerium für Kultur und Nationales Erbe der Republik Polen wiederholt in Dresden zu Gast. Er arbeitet an einem Projekt, mit dem polnische Kulturgüter digital erfasst und dokumentiert werden sollen. Im Juli hatte er „Saxonian Polonica“ in einem Vortrag an der TU vorgestellt. Interesse besteht auch an den Arbeiten der DPG zu „Polnische Gedenkorte in Sachsen – Polskie miejsca pamięci w Saksonii”.

 

Am 12.09.2016 besuchte er gemeinsam mit Wolfgang Nicht das Militärhistorische Museum der Bundeswehr. Herr Obergefreiter Erik Zimmermann von der Pädagogischen Abteilung führte uns und erklärte das Konzept des MHM. Er erläuterte die erstaunlich vielen Exponate mit polnischem Bezug. Das betrifft ebenso Uniformen des 18. Jahrhunderts wie das Schicksal der Stadt Wieluń, das an Hand von vier verschiedenen Objekten gezeigt wird.

18.12.2015 - Weihnachtsfeier im Kraszewski-Museum

 

Federführend organisiert durch unser Vorstandsmitglied Agnieszka Gryz-Männig, trafen wir uns am 18.12.2015 zu unserer Weihnachtsfeier im Kraszewski-Museum.

Nach Kaffee, Kuchen und Stollen stimmte uns der in Dresden lebende polnische Pianist Szymon Kowalski mit Chopin auf die bevorstehenden Festtage ein. Im Anschluss sangen wir gemeinsam Koledy (polnische Weihnachtslieder), dabei wurden wir von Szymon Kowalski auf dem Klavier begleitet.

 

Der Abend klang aus bei Barszcz und anderen polnischen Leckereien und mit guten Gesprächen.

20.05.2015: Lesung mit Agnieszka Kowaluk im Camillo in Görlitz

 

Am 20.05. fand im Rahmen der Europawochen 2015 in der Kinokneipe bzw. in der Artemisgalerie des gleichnamigen Kulturhauses eine Lesung mit Agnieszka Kowaluk statt. Die Schriftstellerin und Übersetzerin aus München kam bereits am Mittag aus Dresden an und wurde durch Michael Zimmermann begrüßt. In der Zeit vor der Lesung hat sich Agnieszka Kowaluk die Altstadt und die Innenstadt von Görlitz angeschaut und war begeistert von der Schönheit dieses Teils der Stadt.

 

Am Abend begann die Lesung mit einer traditionellen polnischen Speise. Der traditionellen Speise schlechthin: Pierogi. Und das war für den einen oder anderen Görlitzer tatsächlich eine neue Erfahrung, auch wenn die polnische Grenze ja bekanntlich um die Ecke liegt. Durch diese „Vorspeise“ verzögerte sich der Anfang der eigentlichen Lesung um etwa 15 Minuten, womit schon mal mit einem typisch deutschen Klischee aufgeräumt wurde, der Pünktlichkeit. Aber da die Autorin ja ebenfalls mit am Esstisch saß und schon das erste Kennenlernen dabei sehr schnell ging, tat das der Lesung sowie der damit verbundenen Diskussion gar nicht schlecht.

 

Der Moderator des Abends, Stefan Zinnow, hatte ebenfalls schon während des Essens die Gelegenheit, mit der Autorin ins Gespräch zu kommen. Schon relativ schnell hat sich die Distanz zwischen dem Gast, dem Moderator sowie uns, Michael Zimmermann und Daniel Breutmann als Organisatoren verringert und das förmliche Sie wurde durch ein persönlicheres Du ausgetauscht. Folglich war anschließend nur noch Pani Agnieszka bei der Anrede von Frau Kowaluk zu hören. Genau diese persönliche Atmosphäre setzte sich den ganzen Abend während der Lesung fort, wobei es keine streng genommene, ohne Unterbrechung geführte Lesung war, sondern die Autorin und der Moderator überwiegend miteinander über das Buch sowie die eine oder andere Anekdote aus dem Buch gesprochen haben. Und auch die Gäste wurden schon frühzeitig in dieses Gespräch mit einbezogen, ohne den Charakter der Lesung zu zerstören.

 

Nach etwa zwei Stunden Lesung und Diskussion setzten sich die Gespräche wiederum noch einmal im Gastraum bei einem oder mehreren Gläsern Bier, Wein und anderen inspirierenden Getränken, vorwiegend aus dem Nachbarland, fort. Und da Pani Agnieszka am nächsten Morgen ja den Weg zur Bushaltestelle finden musste, diesen aber nicht kannte, folgte die Krönung des Abends, eine nächtliche Stadtführung durch Görlitz als Orientierungshilfe für den nächsten Tag. Stadtführer des Abends war Stefan Zinnow, der durch Michael Zimmermann unterstützt wurde. Und der Gast kam jetzt richtig ins Schwärmen über das kulturelle Leben der Stadt Görlitz. Diesen Eindruck nahm Frau Kowaluk mit nach München und will von nun an die Stadt noch öfter besuchen. Bis zum nächsten Mal in Görlitz!

 

(Michael Zimmermann)

19.05.2015: deutsch-polnisches Picknick im Stadthallengarten

 

Am 19.05. fand wieder einmal das beliebte deutsch-polnische Picknick unserer Sprachbegegnung statt. Dafür wurde diesmal ein besonders geeigneter Ort gewählt, der sowohl für die Zgorzelecer, wie auch die Görlitzer sehr gut erreichbar war und dazu noch mit einem berühmten Gebäude der Stadt Görlitz, der Stadthalle eng verbunden ist: der Stadthallengarten. Momentan liegt ja das Gebäude wie auch der Garten selber im Dornröschenschlaf. Aber durch den Einsatz des Fördervereins der Stadthalle wurde der Garten in einen ansehnlichen und nutzbaren Zustand versetzt, der nur darauf wartet, genutzt zu werden.

Und wir als dt.-poln. Sprachbegegnung taten das gern. Das Wetter war uns auch wohl gesonnen, und somit sind auch viele unserer Einladung gefolgt.

Auch überraschend viele polnische Teilnehmer aus Zgorzelec und Umgebung sind gekommen und waren ganz interessiert an dem jetzt noch leerstehenden Gebäude sowie am Gelände. Da auch ein Grill vorhanden war, konnten wir unser mitgebrachtes Grillgut zubereiten. Hier zeigten sich auch die Unterschiede bei den länderspezifischen Wurst- und Fleischspezialitäten (polnische Bratwürste in haben eine rötere Färbung und sind fettiger als deutsche Bratwürste). Aber auch die oscypki (poln. Schafskäse aus der Tatra-Region) kamen auf den Grill. Während des Grillens bekamen wir auch eine musikalische Untermalung eines Teilnehmers, der begleitet durch seine Querflöte Musik-Hits aus der Konserve präsentierte. Da staunten viele Teilnehmer unserer Sprachbegegnung darüber, welches Talent in jedem von uns steckt.

Der Abend wurde noch lang. Im Schein der glimmenden Holzkohle am Grill führten die Teilnehmer noch lange anregende Unterhaltungen.

 

Michael Zimmermann

Kraszewski-Museum erhält Originalbrief aus dem Jahr 1866 als Dauerleihgabe

 

Das Kraszewski-Museum ist den Mitgliedern unserer Gesellschaft ein besonderes Anliegen – und das nicht erst seit der Neueröffnung vor einem Jahr. Als unser Mitglied Dr. Barlmeyer erfuhr, dass ein Berliner Antiquariat einen Originalbrief von J. I. Kraszewski anbietet, bemühte man sich, diesen Brief für Dresden zu sichern. Letztlich war es eine gemeinsame Spendenaktion der Polonia Dresden und der DPG Sachsen, die den Ankauf ermöglichte. Am 6. März 2015 wurden in einer würdigen Veranstaltung die letzten Dokumente dazu zwischen Leihgebern und Empfänger unterzeichnet und der Brief als Dauerleihgabe dem Stadtmuseum, Filiale Kraszewski-Museum, übergeben. Er wird in den nächsten vier Wochen als Original ausgestellt; danach ist – um das empfindliche Original zu schützen – in der Regel ein Faksimile zu sehen. In dem Brief von 1866 wandte sich Kraszewski, der unter Polens Teilung litt, voller Bewunderung an den italienischen König und brachte seine „ehrliche Sympathie für die wiedergeborene, vereinte und freie Nation“ und das Einigungswerk von Victor Emanuel II. zum Ausdruck.

 

Frau Andrea Rudolph begrüßte in Vertretung für Direktorin Dr. Erika Eschebach die Gäste und würdigte sehr ausführlich das Wirken der zwei Vereine. In einem Festvortrag stellte Herr Krzysztof Klupp vom Literaturmuseum Pracownia-Muzeum Józefa Ignacego Kraszewskiego die Beziehungen Kraszewskis zu Italien dar und ordnete damit den Brief in das Schaffen des Autors ein. Ebenso stellte er das Posener Kraszewski-Museum und dessen Arbeit vor.

Eröffnung des Europäischen Zentrums für Bildung und Kultur Zgorzelec-Görlitz (MeetingPoint Messiaen)

 

Die Stadt Zgorzelec an der Neiße ist mit einem besonderen Gedenkort verbunden. Hier befand sich im 2. Weltkrieg das Kriegsgefangenenlager Stalag VIII a, das in den folgenden Jahrzehnten ziemlich in Vergessenheit geriet: Ein Gedenkstein in französischer und polnischer Sprache fand kaum seine Beachtung, obwohl der Ort in der europäischen Musikgeschichte bedeutend ist. Hier schuf der französische Komponist Olivier Messiaen sein „Quartett auf das Ende der Zeit“, hier wurde es am 15.01.1941 von kriegsgefangenen Musikern uraufgeführt. Seit über zehn Jahren bemühen sich die Städte Zgorzelec und Görlitz, aber vor allem Dr. Albrecht Götze darum, diesen Ort als europäische Begegnungsstätte erstehen zu lassen. Hier, auf heute polnischem Boden, in einem deutschen Lager waren vor allem Belgier und Franzosen, aber auch Polen und Sowjetsoldaten inhaftiert; hier ist die nationale Verschiedenartigkeit der Erinnerung festzumachen.

 

Am 15. Januar 2015 fand im Beisein des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich und des Marschalls der Wojewodschaft Niederschlesien Cezary Przybylski die feierliche Eröffnung des Europäischen Zentrums für Bildung und Kultur Zgorzelec – Görlitz statt. In kurzer Bauzeit entstand ein großzügiger moderner Bau, der gleichermaßen für Konzerte wie für Seminare geeignet ist. Die Jugendbildungsarbeit, die seit 2006 hier regelmäßig mit Teilnehmern aus stets mehreren Ländern stattfindet, hat jetzt ganz neue Bedingungen.

18.11.2014: Deutsch-polnischer Kochabend im Görlitzer Kreativzentrum

 

Wie kann man besser eine Sprache lernen und anwenden als bei gemeinsamen Aktivitäten öder einem gemeinsamen Betätigungsfeld, das allen Spaß macht? Und daher hieß es wieder am 18.11.2014: „Ran an die Töpfe!“ Denn schon bei den letzten Kochabenden haben sich polnische und deutsche Teilnehmer nahezu blind verstanden, auch wenn die sprachlichen Barrieren manchmal doch die Verständigung schwierig machten. Diesmal jedoch brach die Küche fast aus allen Nähten, da so viele Teilnehmer (etwa 20!) kamen wie noch nie und zusätzlich noch einige unangemeldete „Neulinge“ dazukamen. Aber das tat der Sache keinen Abbruch. Damit das kochen nicht in einem Chaos endet und jeder sein eigenes essen zubereitete, hatten wir im Vorfeld schon ein paar Ideen und Rezepte zusammengetragen. So entstand ein kleines „Drei-Gänge-Menü“, das mit einer herbstlichen Kürbis-Suppe begann, gefolgt von verschiedenen Variationen von Eierkuchen (auch in Polen sehr beliebt und hier naleśniki genannt) und mit einem Puddingkuchen als Dessert endete. Anschließend haben es sich alle schmecken lassen und die Kochkünste gegenseitig gelobt. Es war wieder einmal eine gelungene Aktion, die zu einer gemeinsamen Verständigung beitrug und neue Freundschaften entstehen ließ. Die nächste Sprachbegegnung findet dann schon im Dezember statt, dann wieder in Zgorzelec unter dem Thema: „Eine Reise in die Vergangenheit – Erinnerungen an unsere Jugendjahre und unsere Kindheit“.

 

Michael Zimmermann

3. Juli 2014 - Ökumenische Fahrrad-Pilger aus Kłodawa in Dresden
Bericht von Wolfgang Howald
Besuch aus Klodawa am 3.7.14.pdf
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Gäste aus Gostyn in Dresden

 

Am 23. und 24. Juni 1942 starben 12 junge Widerstandskämpfer der Gruppe „Czarny Legion“ aus der polnischen Stadt Gostyn am Münchner Platz Dresden unter dem Fallbeil.

 

Ihnen zu Ehren reiste auch in diesem Jahr wieder eine Delegation aus Gostyn nach Dresden, angeführt von Bürgermeister Kulak und dem Überlebenden der Gruppe Marian Sobkowiak, Träger des Bundesverdienstkreuzes und der Ehrenmedaille der Stadt Dresden, und in herzlicher Atmosphäre betreut von der VVN, der DPG Sachsen und dem Münchner-Platz-Komitee.  Mit dabei waren auch 7 Schüler nebst Lehrer der Schule „Czarny Legion“. Diese trafen sich mit Schülern der 36. Oberschule Dresden.

 

Gemeinsam besuchte man am 16.6.14 die Gedenksteine der Polnischen Opfer und das Grab des Gefängnisseelsorgers Pater Bänsch auf dem Neuen Katholischen Friedhof in der Bremer Str. Neben Bürgermeister Kulak sprach dort u.a. auch der Dresdner Kulturbürgermeister Dr. Lunau. Am Abend überreichte die Leiterin der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden Dr. Sack der Delegation Vorabexemplare des Führers in polnischer Sprache durch die Dauerausstellung der Gedenkstätte.

 

Nach einer kurzen Besichtigung der Dresdner Altstadt stand am 17.6.14 ein Besuch der Fichte-Gemeinde Rammenau und des dortigen Schlosses auf dem Programm. Frau Bürgermeisterin Snelinski führte die Gruppe durch das „schönste Dorf Sachsens“. Den Abschluss des Besuchsprogramms bildeten das festliche Mittagessen im Schloss und eine Schlossbesichtigung.

 

Wolfgang Howald, Präsident der DPG Sachsen e. V.

Dr. Marcin Fabjanski in Dresden
Dr. Marcin Fabjanski weilte vom 17. – 21.05.14 in Dresden, betreut von der DPG Sachsen
Fabjanski in Dresden.pdf
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07.05.2014: deutsch-polnisches Picknick im Görlitzer Stadtpark


Eine etwas andere deutsch-polnische Sprachbegegnung fand am 6. Mai statt.

 

Denn diesmal wurde Picknick gemacht, aber nicht wie sonst üblich in Zgorzelec, sondern im Stadtpark von Görlitz, der bei schönem Wetter auch einer der schönsten Orte in Görlitz ist. Und auch das Wetter hat super mitgespielt, war es doch noch am Wochenende fast winterlich kalt. Da diesmal das Erlebnis selber im Mittelpunkt stand und keine sonst üblichen Texte bearbeitet werden mussten, hatten sich die Teilnehmer auch erstmal ganz zwanglos über dies und das unterhalten und die eine oder andere Neuigkeit ausgetauscht. Und da mancher auch die obligatorischen Picknick-Snacks mitgebracht hatte, war auch die Zubereitung dieser Köstlichkeiten ein Thema.

 

Es war wieder einmal schön zu sehen, wie sich feste deutsch-polnische Freundschaften entwickelt haben und zum Erfolg dieser Sprachbegegnung beitragen. Und beim Frisbee-Spielen und Badminton spielten dann die Sprachbarrieren gar keine Rolle mehr, obwohl die meisten Teilnehmer inzwischen die Sprache des anderen so gut beherrschen, dass dies von Anfang an kein Problem darstellte.

 

Erlebnisreiche Sprachbegegnungen stehen auch das nächste Mal wieder auf dem Programm, denn dann geht es am 17. Mai in die Sächsische Schweiz und am 20. Mai zum regulären Tandem werden wir eine kleinen Stadtrundgang durch die Görlitzer Altstadt unternehmen.

 

Michael Zimmermann, Vorstandsmitglied

April 2014: Polnische Austauschschüler zu Besuch am Vitzthum-Gymnasium

 

Im April besuchten 20 Schülerinnen und Schüler des Zespól Szkól Nr. 5 aus Dresdens Partnerstadt Breslau das Vitzthum-Gymnasium Dresden. Damit wird eine seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts währende Tradition des Schüleraustauschs aufrecht erhalten und weitergeführt. Die Schülerinnen und Schüler wohnten in den Familien ihrer deutschen Partner und lernten so den Alltag in einer Dresdner Familie kennen. Das Programm umfasste neben Besuchen im Unterricht (die polnischen Schülerinnen und Schüler lernen alle Deutsch als Fremdsprache und können dem Geschehen somit folgen) auch einen Austausch in der Staatskanzlei über die Beziehungen beider Länder und Besuche vieler Dresdner Sehenswürdigkeiten. Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Sachsen unterstütze eine Führung durch das Kraszewski-Museum.

 

Der Schüleraustausch wurde unterstützt von der Landeshauptstadt Dresden und dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk.

 

Nach einer Woche in Dresden flossen auf dem Bahnhof zum Abschied reichlich Tränen auf beiden Seiten. Erste Verabredungen für die Sommerferien wurden bereits getroffen, zwischen Breslau und Dresden gibt es ja eine – wenn auch etwas langsame – Direktverbindung. „Tränen zum Abschied sind immer ein Indiz für einen gelungenen Schüleraustausch.“ so Peter von Ruthendorf-Przewoski, der den Schüleraustausch seitens des Vitzthum-Gymnasiums organisierte.

 

Peter von Ruthendorf-Przewoski, Vorstandsmitglied

22.04.2014: Studenten aus Krosno zu Besuch in Dresden

 

Etwa 20 Studenten und 3 Lehrkräfte mit dem Dozenten für die deutsche Sprache Dr. Leszek Habrat der Państwowa Wyższa Szkolą Zawodowa in Krosno trafen am 22.4.14 nach langer Nachtfahrt pünktlich um 9 Uhr in Dresden ein, erwartet von Jadwiga Schöne und Wolfgang Howald. Zunächst konnten die Studenten, geführt von Jadwiga Schöne, einige der Sehenswürdigkeiten Dresdens   bei schönstem Wetter besichtigen.


Gegen Mittag lud die DPG Sachsen die Besucher zu einem Imbiss ins Kraszewski-Museum, bevor sich die Gruppe am Nachmittag auf die Weiterfahrt nach Hamburg begab.


Krosno mit seinen knapp 50.000 Einwohnern liegt im Südosten Polens südlich von Rzeszów. Zur dortigen Fachhochschule bestehen schon länger Kontakte. U.a. werden dort Dolmetscher für die deutsche Sprache ausgebildet.

Zum Abschied überreichten die Dozenten u.a. ein auch vom Studenten der Hochschule gestaltetes Buch über eine Polnisch-Ukrainische Touristen-Route „Geo-Karpaty“, verbunden mit einer Einladung für Mitglieder der DPG Sachsen nach Krosno.

 

Wolfgang Howald

15.04.2014: Volkshochschule Görlitz, Tandem zum Thema Ostertraditionen und Osterbräuche


Kaum zu glauben, dass schon in dieser Woche wieder eines der wichtigsten Feste stattfindet. Dies nahmen wir zum Anlass, uns erneut mit dem Osterfest auseinanderzusetzen.

 

Erneut durften wir 18 Teilnehmer aus Görlitz und Zgorzelec begrüßen, die geduldig viele für manche ganz neue Informationen kennenlernten. Oder war Euch bekannt, dass zu Ostern etwa 120 Millionen Osterhasen aus Schokolade gekauft werden und 570 Millionen Ostereier verspeist werden? In den anderthalb Stunden qualmten die Köpfe, da die Teilnehmer sich mit einem Text quälten, in dem Lücken gelassen wurden, um mit passenden deutschen und polnischen Wörtern diese Lücken auszufüllen. Für manchen war das schon eine Herausforderung, aber es war wieder eine schöne Gelegenheit, ein paar neue Wörter zu lernen.

 

Und das Wichtigste wie immer war dabei, dass trotz aller Schwierigkeiten der Spaß im Vordergrund stand und dass sich die Teilnehmer gegenseitig halfen und ins Gespräch gekommen sind.

 

Das nächste Mal wollen wir uns am 6. Mai treffen, dann bei einem gemeinsamen deutsch-polnischen Picknick in Zgorzelec bei dann hoffentlich herrlichstem Sonnenschein.


Michael Zimmermann

27.03.2014: Besuch bei DPFA Europrymus in Zgorzelec

 

Am 27.03.2014 besuchte ich gemeinsam mit Andrea Dombois, 1. Vizepräsidentin des Sächsischen Landtags und Präsidentin der Europäischen Bewegung Sachsen e.V., die Grundschule Tęcza und das Europäische Gymnasium der DPFA-Europrymus in Zgorzelec. Wir waren begeistert vom tollen Empfang durch die Kinder und von dem nachahmenswerten Konzept. Hier lernen deutsche und polnische Kinder gemeinsam, Grenzen in den Köpfen können dadurch in dieser Generation gar nicht erst entstehen.

 

Die Hauptgeschäftsführerin der DPFA Akademiegruppe, Catrin Liebold, und die Geschäftsführerin der DPFA-Europrymus, Katarzyna Hübner, stellten das Konzept des Lebenslangen Lernens der DPFA Akademiegruppe vor. Zudem konnte das besondere Konzept der DPFA-Grundschulen auf beiden Seite der Neiße erläutert und am wöchentlich stattfindenden Begegnungstag teilgenommen werden.

 

Mario Schmidt, Vizepräsident der DPG Sachsen e.V.

24./25.03.2014: Die Europäische Bewegung Sachsen e.V. zu Besuch in Breslau

 

Lesen Sie hier einen Bericht über die zweitägige Reise des Präsidiums der Europäischen Bewegung Sachsen e.V. nach Breslau, an der auch unser Vizepräsident Mario Schmidt teilnahm:

EB Sachsen Breslau.pdf
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10.02.2014: Beitritt der DPG Sachsen zum Netzwerk Europäische Bewegung Sachsen e.V.

 

In seiner Sitzung im Januar 2014 hat der Vorstand beschlossen, dem Netzwerk Europäische Bewegung Sachsen e.V. beizutreten. Als Verbindungsperson unseres Vereines in diesem Netzwerk wurde Mario Schmidt benannt.

 

Das Präsidium der Europäischen Bewegung Sachsen e.V. hat in seiner Sitzung am 10.02.2014 unserem Aufnahmeantrag einstimmig zugestimmt.

 

(Mario Schmidt)

 

21.01.2014 - Besuch bei der AK Zgorzelec und Spendenübergabe

 

Er hat schon Tradition: der Besuch bei den Veteranen der Armia Krajowa. Zu Beginn eines jeden Jahres machen wir gemeinsam mit unserem Mitglied Frau Dr. Silke Naumann aus Görlitz einen Besuch bei der A.K. Diesmal waren unser Präsident Wolfgang Howald sowie Dr. Wolfgang Nicht dabei. Jeden Dienstag treffen sich unsere Freunde in ihrem Traditionszimmer in der Schule Gimnazjum nr 3 im. Armii Krajowej w Zgorzelcu unmittelbar an der Stadtbrücke, der Jan-Pawel-II-Brücke.

 

Wir konnten eine Spende von 700 Euro überreichen; dies sind zweckgebundenen Spenden unserer Mitglieder, aber auch Spenden, die Frau Dr. Naumann gesammelt hat. Das Geld dient vor allem zur medizinischen Betreuung der alten Leute; inzwischen sind es nur noch 12 Veteranen. Der langjährige Prezes Herr Zygmunt Przybysz war leider nicht dabei; er ließ aber herzliche Grüße aus dem Krankenhaus ausrichten: gern erinnere er sich an die Begegnungen mit Familie von Stieglitz. Hanna B. Majewska als rührige Dolmetscherin und der jetzige Vorsitzende, Herr Roman Latosiński von der Stadtkommandantur der Polnischen Armee, waren mit dabei.

 

(Dr. Wolfgang Nicht)

Unsere Weihnachtsfeier am 07. Dezember 2013

 

Kaffee und Kuchen, leckere Häppchen und Glühwein waren von fleißiger Hand vorbereitet, als sich eine Schar vorweihnachtlich gestimmter Mitglieder am 7.12.13 zu unserem schon traditionellen Beisammensein im Kraszewski-Museum traf.


Gekommen waren auch etliche Teilnehmer unserer Studienfahrt nach Posen im September des Jahres. Jadwiga Schöne, die Organisatorin der Fahrt,ließ das Erlebte, insbesondere die herzlichen Begegnungen, in Bildern und Worten wieder aufleben.


Was wäre ein weihnachtlicher Nachmittag im Kraszewski-Museum ohne ein Kolędy-Singen? So holten wir unsere Liederbücher und sangen, am Klavier begleitet von Cordelia Howald, die schönen, uns nun schon – wenn auch noch nicht auswendig – vertrauten Lieder.


Mit dem Oblaten-Brechen wünschten wir uns zum Abschied miłych i pogodnych Świat Bożego Narodzenia i wielu dobrych dni w Nowym Roku.


Wolfgang Howald

„Seine Schatten, meine Bilder – eine Spurensuche“ am 13.11.13 im Kraszewski-Museum Dresden


Der Jurist Werner Ventzki, geboren in Stolp/Pommern, machte als junger überzeugter NS-Funktionär schnell Karriere und brachte es bis zum Oberbürgermeister von „Litzmannstadt“, wie die Nazis die polnische Stadt Łódz nannten. Ihm unterstand auch die Verwaltung des nach Warschau zweitgrößten Ghettos. Darüber aber schwieg er nach dem Krieg auch seinem Sohn gegenüber und verharmloste seine Rolle im NS-System.


Dieser, Jens-Jürgen Ventzki, 1944 in Łódz geboren, erhielt hierüber erst spät und eher zufällig Gewissheit. Er folgt den Spuren des Vaters, recherchiert in Archiven in Łódz, Berlin, Ludwigsburg, Jerusalem (Yad Vashem), besucht sein Geburtshaus, sucht das Gespräch mit Historikern. Es gelingt ihm, Kontakt zu Überlebenden des Ghettos „Litzmannstadt“ und deren Nachkommen aufzunehmen. Vorsichtig bildet sich Vertrauen.


In unserer gut besuchten Veranstaltung am 13.11.13, zusammen mit HATIKVA und der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden, zeigten wir zunächst den Dokumentar-Film des polnischen Regisseurs Piotr Szalsza „Ventzki – Kinder der Täter, Kinder der Opfer“. Er hatte Jens-Jürgen Ventzki auf seinen Reisen nach Lodz begleitet. Danach stellte Jens-Jürgen Ventzki sein Buch vor, in dem er anhand von Dokumenten, Erinnerungen, Literatur- und Archivstudien den Lebensweg seines Vaters als Gauamtsleiter, Reichsredner, Oberbürgermeister, als Mitglied der Waffen-SS und als späterer Beamte der Bundesrepublik schildert. Als Resultat auch der angeregten Diskussion mit dem Publikum lässt sich festhalten, dass die Auseinandersetzung des Sohnes mit einem schwierigen Erbe, mit seinen „zwei Vätern“, einen hoffnungsvollen Weg im Umgang mit der Last der Geschichte zeigt.

 

(Wolfgang Howald)

 

6.11.2013, Café Saite, Dresden: MISCH-MASZ! im November goes Kult

Unter dem Thema "Das fetzt! Kultfilme, -lieder und -bücher zwischen Massen- und Freakkultur" trafen wir uns im Café Saite (Dresden) und stellten uns der Frage, was Kult ist und kann. Teils sind Kultwerke einer Mehrheit einer Bevölkerung oder Generation vertraut, teils identifizieren sich bestimmte Gruppen oder Szenen damit. Interessanterweise stimmten Polen wie Deutsche darüber überein, dass es z.B. oft die älteren "Schlager" sind, die zu Kultklassikern avancieren - sind daran die durchtanzten polnischen Hochzeiten und mehr oder weniger spannenden schlagerschmetternden hiesigen Radiosender beteiligt? Eine interessante Definition fand sich zu Kultbüchern. "Das sind die, die man freiwillig liest" :) Letztendlich lernte man sich an dem Abend ein noch ein wenig besser kennen: Manch einem(r!!) hätte man nicht zugetraut, bei "Staplerfahrer Klaus" noch derart amüsiert weiterzuschmausen!

 

Susann Müller

Bericht vom Bundeskongress der DPGs in Berlin
Bericht_Kongress_2013 Rundbrief.pdf
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Besuch in Gostyń am 21. und 22.10.13 zum 74. Jahrestag der Erschießung 30 Gostyner Bürger durch die Wehrmacht im Rahmen des Projekts „Generationsbrücke Gostyn-Dresden“


auf Einladung der Stadt Gostyn und des Verbandes der Kombattanten der Republik Polen und der
ehem. Politischen Häftlinge, Vorstand Gostyn.


Teilnehmer:
2 Vertreter der DPG Sachsen: Albrecht Krause und Wolfgang Howald (zugleich für das Münchner-
Platz-Komitee),
3 Vertreter der VVN-BdA Sachsen (Frau Jeschke, in deren Händen die Organisation auf deutscher
Seite lag, Herr Hering, Herr Theobald),
Lehrerin Frau Goethe mit 4 Schülern der 36. Mittelschule Dresden im Alter von 13 und 14 Jahren, die
bei Gastfamilien mit Schülern der Partnerschule „Czarny Legion“ untergebracht waren.


Am Mo., 21.10.13, besuchte die Gruppe nach herzlicher Begrüßung durch Marian Sobkowiak, Herrn
Kretkowski von der Stadtverwaltung, Herrn Rogalla, den Präsidenten des Verbandes der
Kombattanten und Janina Polaszek vom Vorstand des Verbandes zunächst die feierliche Hl. Messe in
der Stadtkirche und sodann die Kundgebung auf dem frisch renovierten Marktplatz am Gedenkstein
für die erschossenen Bürger aus Gostyń.


Im Konferenzsaal des Rathauses traf man sich sodann auf Einladung des Bürgermeisters mit
Familienangehörigen der Erschossenen sowie mit Vertretern des Stadtrates und der
Stadtverwaltung.


Am Nachmittag brachte der Bus die Delegation zusammen mit den polnischen Freunden in das nahe
gelegene Osieczna (dt.: Storchennest). Dort besichtigte man den von Bürgern der Region Osieczna
mit viel Einsatz konservierten Ev. Friedhof aus dem 19. Jahrhundert mit dem Grab des berühmten
Schachmeisters Tassilo von Heydebrand und der Lasa, sodann das Mühlenmuseum mit 3
restaurierten Windmühlen und das Franziskanerkloster am Ort, eineWallfahrtsstätte mit dem Bildnis
der Schmerzhaften Muttergottes aus dem 17. Jahrhundert. Dieses Bildnis wurde durch Papst
Johannes Paul II. 1979 mit einer goldenen Krone versehen.


Am Di., 22.10.13, war die Gruppe eingeladen in die Schule „Czarnxy Legion“, benannt nach der
Widerstandsgruppe Gostyner Arbeiter, von denen 12 im Juni 1942 am Münchner Platz in Dresden
hingerichtet worden waren. Die Schülerinnen und Schüler, der Direktor und einzelne Lehrer
informierten über die Schule und zeigten kleine Filme von Besuchen in Dresden.


Im Rathaus fand sodann die Uraufführung des Films „Kamien zgody“ (Stein der Eintracht) statt, ein
Doku-Film von Janusz Zemer für das Polnische Fernsehen, dessen Titel auf die großherzige, von
Marian Sobkowiak veranlasste, Spende einer der 4 Flammenvasen für die Dresdner Frauenkirche
durch die Gostyner Bürger anspielt und berührende Szenen der Begegnungen in Gostyn und in
Dresden zeigt.


Danach begab sich die Gruppe auf den Gostyner Friedhof und legte ein Blumengebinde am Denkmal
für die in Dresden hingerichteten Mitglieder der „Czarny Legion“ nieder.


Der Besuch klang, nach Besichtigung des Oldtimer-Museums“, mit einem Mittagessen im Kreise der
Freunde aus. Zum Abschied überreichte Herr Kretkowski ein schwergewichtiges Geschenk: Einen
Stein des alten Gostyner Marktplatzes mit Gravur.


Besonders erfreulich war, wie aufgeschlossen sich die 4 munteren Dresdner Schüler an den
Begegnungen beteiligten. Sie werden ihre positiven Erfahrungen an ihre Mitschüler weitergeben.


Wolfgang Howald

Poznan-Bericht (1).pdf
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11.10.2013, Dresden - Ein Stück Geschichte der Partnerstadt Breslau


Das Buch „Otto Wagner im Spannungsfeld zwischen Demokratie und Diktatur“ von Roland W. Müller war Anregung, die beiden Bürgermeister Otto Wagner (Breslau und Jena) und Wilhelm Külz (Dresden) gemeinsam vorzustellen.

 

Beide waren liberal eingestellten Demokraten, die die Weimarer Republik zu verteidigen suchten, bis sie 1933 von den Nazis aus ihren Ämtern gejagt wurden. Külz hatte sich z. B. geweigert, die Nazi-Fahne auf dem Dresdner Rathaus zu hissen.

 

Die Kooperationsveranstaltung mit der Wilhem-Külz-Stiftung am 11. Oktober im Kraszewski-Museum wurde durch die Vorstellung der beiden Persönlichkeiten durch Frau Dr. Maaß bzw. Herrn Dr. Müller zu einem interessanten Abend, was auch die lebhafte anschließende Diskussion zeigte.

 

Dr. Wolfgang Nicht

 

2.10.2013, Café Kraszewski-Museum: MISCH-MASZ! im Oktober

In diesem Monat erfreuten wir uns der ersten Präsentation der Ergebnisse des aktuellen Projektes von Dr. Wolfgang Nicht (DPG): "Polacy w Dreznie - Polinnen und Polen in Dresden".

Die Publikation stellt bedeutende oder weniger bekannte Persönlichkeiten und Personen vor, die in Dresden gelebt haben. Ob Opernsängerin oder Miglied der Schwarzen Legion, Dichter oder General, Prinzessin oder Sejm-Abgeordneter - die interessanten Biografien, die vom 15. Jahrhundert bis in die heutige Zeit reichten, verrieten zahlreiche bislang wenig bekannte Details über polnische Spuren und Beiträge für die Entwicklung unserer Stadt.

Susann Müller

24.09.2013 in Görlitz: Zwischen Geist und Materie vermittelt die Mathematik


In einer Kooperationsveranstaltung mit dem Schlesischen Museum zu Görlitz stellte am 24.09. die DPG Sachsen einem zahlreichen und interessierten Publikum die „Erinnerungen und Aufzeichnungen“ des polnischen Mathematiker Hugo Steinhaus vor.

 

Hugo Steinhaus, 1887 in Jasło geboren, begründete die sogenannte Lemberger Schule der Mathematik. Aus Lemberg vertrieben, gehörte er 1945 zu den ersten Professoren der neuen polnischen Universität in Wrocław. Seine Erinnerungen sind vor allem zeitgeschichtliche und philosophische Essays eines brillanten Sprachkünstlers. Seine Beschreibung des damaligen Lemberg, seiner Studienzeit in Göttingen, das Überleben während der deutschen Besatzung und der Neuanfang in Niederschlesien wurden von seinem Übersetzer Alfred Müßiggang sehr kurzweilig dargeboten.

 

Dr. Wolfgang Nicht

Gedenken am 08.09.13 auf dem Heidefriedhof Dresden


Der 2. Sonntag im September, sog. OdF-Tag, ist dem Gedenken an die Opfer des Faschismus, an alle, die Widerstand gegen den Nationalsozialismus geleistet haben, gewidmet.


Die diesjährige Feierstunde am 08.09.13 in Dresden begann an der FIR-Stele des Heidefriedhofs mit Ansprachen des Bürgermeisters Dr. Lunau in Vertretung der OB sowie eines Nachgeborenen, Roland Hering. Sodann verlasen dort und, nach einem Gedenkgang durch den Ehrenhain, am Rondell das Vorstandsmitglied der DPG Sachsen, Jaroslawa Manitz, sowie Jana Schikora von der VVN/BdA Sachsen Gedichte polnischer Häftlinge des KZ Bergen-Belsen in polnischer Sprache sowie in deutscher Übersetzung.

 

Wolfgang Howald
Präsident

07.09.2013 - Liederabend zu Ehren von Witold Lutosławski

 

In diesem Jahr wäre Witold Lutosławski, der 1994 verstorbene polnische Komponist von Weltrang, 100 Jahre alt geworden.


Zu seinen Ehren lud die Deutsch-Polnische Gesellschaft Sachsen mit Unterstützung des Polnischen Instituts Leipzig zu einem Liederabend am 07.09.13 in den Festsaal der Ev.-Ref. Gemeinde zu Dresden ein. Neben 4 der 5 von Lutosławski vertonten Lieder nach den Rymy Dzieciece der Dichterin Kazimiera Iłłakowiczówna sang die in Dresden lebende und in Polen geborene Mezzosopranistin Ewa Zeuner die 4 Gesänge nach Texten von Rabindranath Tagore von Karol Szymanowski, ferner Lieder aus dem Liederkreis op. 39 von Robert Schumann sowie ausgewählte Lieder von Frederick Chopin. Am Flügel wurde sie eindrucksvoll begleitet von Prof. Christine Hesse.


Ewa Zeuner, bekannt aus vielen Engagements im In- und Ausland, u.a. an der Semperoper, verfügt über ein großes stimmliches Register von zart bis hochdramatisch mit einem bewundernswerten Stimmumfang. Ihre herausragende Gestaltung der sehr unterschiedlichen Lieder, aber auch ihre publikumszugewandte Art sorgten für einen begeisterten Beifall. Interessant war, dass das Publikum als Zugabe nochmals das recht düstere Lied von Lutoslawski „Dzwony cerkiewne“ wünschte, in dem die gedankenvolle expressive Kunst von Lutoslawski gut zum Ausdruck kommt.


Am Ausgang konnten die Zuhörer schließlich zugunsten der renovierungsbedürftigen Orgel in der Klosterkirche nahe der polnischen Stadt Gostyń spenden. Mit Gostyń ist die Stadt Dresden in besonderer Weise verbunden.

 

Wolfgang Howald

Präsident

04.09.2013 - Expedition nach Polen

 

Unter der Überschrift "Expedition nach Polen" war ich am 04.09.2013 eingeladen, um im Vitzthum-Gymnasium Dresden eine Gruppe von ca. 20 Schülerinnen und Schülern auf ihren bevorstehenden Schüleraustausch in Polen vorzubereiten.

 

In meinem ca. einstündigen Vortrag ging es neben der historischen Verbindung zwischen Sachsen und Polen vor allem um Sehenswertes in den großen Städten (unterlegt mit einigen Fotos von meinen eigenen Reisen), aber auch allgemein um Land und Leute sowie um die Besonderheiten der polnischen Küche.

Die Fragen der Schülerinnen und Schüler drehten sich vor allem um die Sprachbarriere und mögliche Verständigungsschwierigkeiten.

Mario Schmidt
Vizepräsident

14.08.2013 - Mit unserer Praktikantin Anna Olender in Leipzig


Anna hat sich gut in Dresden eingelebt und arbeitet tüchtig an unserem Vorhaben „Polen in Sachsen“. Sie soll jedoch nicht nur arbeiten. Wir besuchen mit ihr auch verschiedene wichtige Einrichtungen und geben Kontaktmöglichkeiten. Bald wird ihr Aufenthalt in Dresden zu Ende gehen. Es fehlte noch Leipzig und das dortige Polnische Institut.


Am 14.08.13 fuhr ich mit ihr im Auto dorthin. Bei der Einfahrt nach Leipzig machten wir zunächst Halt am Ostfriedhof und besichtigten das polnische Ehrenmal.


Nach dem Mittagessen im Angesicht von J.S.Bach trafen wir verabredungsgemäß die gesamte „Mannschaft“ des PI am Markt: Der Leiter, Herr Więckowski, und seine Mitarbeiter Bernd Karwen und Rainer Mende begrüßten uns herzlich. In einem längeren Gespräch stellten sie das Institut und seine Arbeit vor. Wir fanden auch Gelegenheit, Fragen der weiteren Zusammenarbeit anzusprechen.
Nächste Stationen waren das Grab von Bach in der Thomaskirche, der Sterbeort von Poniatowski an der Weißen Elster, die Mädler-Passage mit Auerbachs Keller (Ania ist Germanistin!), Specks Hof und die Nikolai-Kirche mit ihrer für Leipzig und die ehem. DDR wichtigen Geschichte, schließlich der Augustusplatz.


Bei der Ausfahrt aus Leipzig gegen Abend war das Völkerschlachtdenkmal nicht zu übersehen. Der 200. Jahrestag der Völkerschlacht ist zwar für Polen nicht unbedingt ein Grund zum Feiern (auch Sachsen gehörte zu den Verlierern!). Ein kurzer Aufenthalt an diesem etwas zu bombastisch geratenen Ort war jedoch angemessen, stehen doch die vielen Feierlichkeiten in diesem Jahr, auch unter polnischer Beteiligung, im Zeichen des Friedens und der Versöhnung.


Wolfgang Howald, Präsident

10.07.2013, Sächsischer Landtag

 

Mit unserer Praktikantin Anna Olender habe ich heute den Sächsischen Landtag besucht. Nach einem Besuch auf der Gästetribüne während des Plenums, wo ich ihr Aufbau und Funktionsweise des sächsischen Parlaments erläutert habe, wurden wir von Andrea Dombois (CDU), 1. Vizepräsidentin des Sächsischen Landtags, zu einem einstündigen Gespräch empfangen.

 

Neben allgmeinen Fragen zur Parlamentsarbeit ging es hauptsächlich um die Europäische Bewegung Sachsen e.V., deren Präsidentin Frau Dombois ist. Wir haben schnell festgestellt, dass wir hier jede Menge Ansatzpunkte für gemeinsame Aktivitäten haben.

 

Fazit ist, dass ich dem Vorstand der DPG Sachsen vorschlagen werde, als Verein der Europäischen Bewegung Sachsen e.V. beizutreten, um eine noch engere Vernetzung zu gewährleisten.

 

Mario Schmidt, Vizepräsident

08.07.2013, Kraszewski-Museum

 

Im Rahmen eines Sprachen-Projekttages besuchten uns ca. 20 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 7 des Dresdner Hans-Erlwein-Gymnasiums. Wir waren gebeten worden, ihnen ein wenig Geschichte, Kultur und Sprache unseres Nachbarlandes näherzubringen.

 

Jarka Manitz und Mario Schmidt empfingen die Gruppe im Museum, Jarka Manitz brachte den Gästen dann auf unterhaltsame Weise Geografie, Traditionen und Sprache näher.

 

Im Anschluss gab es noch eine kurze Führung durch Museumsleiterin Joanna Magacz. Denn wenn man schon mal da ist, sollte man sich auch mit der Geschichte des Hauses und seines ehem. Eigentümers beschäftigen.

05./06.07.2013, Kraszewski-Museum

 

Ein "Happening der polnischen Kultur in Dresden" fand am 5. und 6. Juli 2013 auf dem Gelände des Kraszewski-Museums statt. Organisiert wurde dieses Fest gemeinsam von den drei in Dresden tätigen deutsch-polnischen Vereinen (Polonia Dresden e.V., Deutsch-Polnische Gesellschaft Sachsen e.V. sowie conduco e.V.).

 

Neben kulinarischen Spezialitäten aus dem Nachbarland stand am Freitag vor allem die Musik im Mittelpunkt.

 

Am Samstag war dann das Fest vor allem Familien und Kindern gewidmet - Bastelecken, Sprachlernspiele, Lesungen und vieles mehr standen auf dem Programm.

 

Das Wetter spielte für ein Sommerfest super mit und so war es ein gut besuchtes und damit auch gut gelungenes Fest.